16.01.2006
96 Kirchenschließungen im Bistum Essen
Schon ab 2007 streicht das Bistum Essen die Mittel für 96 Kirchen, gut ein Viertel aller Kirchen des Bistums. Sie werden "aufgelöst oder umfunktioniert", berichtet Radio Vatikan und zitiert Ruhrbischof Felix Genn:

"Es gibt keine Moschee. Ich will keine Nachtbars. Ich bin sehr vorsichtig, was Gaststättengewerbe angeht. Es kann ja auch sein, dass eine Pfarrei sagt, wir machen daraus unseren Pfarrsaal, und da ist noch ein gottesdienstlicher Raum, den wir davon abtrennen. Wir werden das sehr genau prüfen. Und ich habe im Augenblick gar nicht viel Lust, mir Szenerien auszumahlen die nicht gehen."
Die Auseinandersetzungen um die Marienkirche in Bochum sind also nur der Anfang.

Der jetzt in Münster ansässige Bischof Dr. Felix Genn (vormals war er im Bistum Essen tätig und ordnete über die Köpfe der Gemeinden hinweg die Schliessung von 96 Gotteshäusern an!) gab seinen Priestern die strikte Anweisung immer zu sagen bei jeglichen Anfragen:

(Und sein Nacholfger im Bistum Essen Bischof Dr. Franz Overbeck scheint direkt in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten, denn auch er plant noch weitere Kirchenschliessungen! Auf zwei freundliche Anschreiben seitens des Fördervereines reagierte er überhaupt nicht.)

 "...die Kirchengebäude sind doch nur tote Steine - die lebendigen Steine aber sind WIR die Gemeinden...!"

Da denken wir vom Förderverein aber vollkommen anders. ...denn...

Was nützt es eine lebendige Gemeinde zu haben, wenn Sie keinen hl. Ort mehr hat, ihr dieser genommen wurde - IHRE KIRCHE - die sie aufsuchen konnte zu den verschiedensten Anlässen? Dann stirbt auch so nach und nach das Gemeindeleben vollkommen ab! Dieses erleben wir aktuell Tag für Tag in den geschlossenen Kirchengemeinden.

Überdenken Sie bitte einmal: Die Kirche, ein heiliger Raum !?

Eine Kirche ist nicht schon dann eine Kirche, wenn sie fertig gestellt und eingeweiht ist. Eine Kirche wird eine Kirche mit jedem Kind, das darin getauft ist; mit jedem Gebet das darin gesprochen wird, mit jedem Toten, der darin beweint wird. Sie ist kein Kraftwort, aber sie wird ein KRAFTORT.

Der Kirchenraum berührt uns; dort sind wir Sehende, Singende, Beter, Hörer, oder auch Nachdenkende. Wir sind anders als zu Hause im Wohnzimmer oder im Arbeitszimmer. Der Kirchenraum bewegt uns innerlich; darum sprechen wir dort anders, verhalten uns anders, werden ruhiger oder vielleicht auch innerlich unruhiger durch die Ruhe des Raumes. Kirchenräume erbauen uns, wenn wir uns erbauen lassen. Wer die Kirche zur Besinnung oder zum Gottesdienst aufsucht, hat es oft als Problem empfunden, dass die "Stimme des Kirchenraumes" unhörbar gemacht wird durch lautes Gerede vor dem Gottesdienst. Damit verhindert man, dass der Raum einen erbaut. Das Gelärme zerstört die Wirkung des Raumes.

Die Kirche ist ein Raum des Hörens. Über weite Strecken im Gottesdienst hören wir zu. Wir hören die Orgel, wir hören die Lesungen und das Evangelium, wir hören die Predigt und die Gebete des Priesters. Der Kirchenraum verhilft zu einem Hören in anderer Weise. Das Hören ist meditativer; es ist eine Art Hineintasten, Hineinfühlen in das Gehörte, es ist ein Anrühren, aber auch ein Zulassen von Glaube und Gottesnähe.

Aber auch außerhalb der Gottesdienste ist der "heilige Raum" erfahrbar. Er ist gerade in der heutigen hektischen Zeit ein Ort der Ruhe an dem man seine Freuden, Sehnsüchte und Ängste Gott vortragen kann; deshalb sollte eine öffentliche Kirche auch immer eine geöffnete Kirche sein !

Das ALLES was unsere Vorfahren unter großen finaziellen Anstrengungen und Mühen erbaut/wiederaufgebaut haben, soll UNS durch die EIGENEN - hohen Verantwortlichen Kirchenwürdenträger genommen und bewußt zerstört werden, obwohl genügend Gelder vorhanden sind?

Ihre Meinung interessiert uns, schreiben Sie was in unserer Gästebuch - Danke !

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Sehen Sie was zurzeit in der Mareinkirche im Innern stattfindet:

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